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Symposium Photodermatologie XI - 2021

Ärztliche Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. Helger Stege, Klinikum Lippe,
Klinik für Dermatologie, Detmold

La Roche Posay

Rückblick Photodermatologie Symposium IX: Photodermatologie ist Zukunft


Rostock – Bereits zum neunten Mal fand das von La Roche Posay unterstützte Photodermatologie Symposium statt. Die Veranstaltung wurde von der Hautklinik Rostock unter der Leitung von Herrn Prof. Steffen Emmert ausgerichtet. Auch in diesem Jahr stand die Förderung junger Ärzte wieder im Fokus. Emmert betont: „Die Nachwuchsförderung ist uns und La Roche Posay ein besonderes Anliegen“ 1. Spannende Fragestellungen, aktuelle Untersuchungen und neue Erkenntnisse in der Photodermatologie wurden im Rahmen der Veranstaltung von erfahrenen und jungen Ärzten aus ganz Deutschland präsentiert und mit großem Interesse diskutiert. Ein weiteres Highlight bot die Posterausstellung von La Roche Posay. Die Themen Prävention sowie aktuelle Entwicklungen in der Photodiagnostik und -therapie standen in diesem Jahr besonders im Fokus.

Erkenntnisse und Herausforderungen: Neues aus der Photodermatologie

Die Photodermatologie gewinnt in der Diagnostik und Therapie immer mehr an Bedeutung. So ist sie in die Behandlung zahlreicher Hauterkrankungen involviert, berichtete Dr. Norbert Neumann, Düsseldorf 1. Es konnte festgestellt werden, dass UV-Licht in der Therapie von u. a. Psoriasis, Neurodermitis und Vitiligo einen wichtigen Stellenwert hat. Die positive Wirkung von Sonnenlicht konnte laut Neumann sowohl bei der Abtötung von Keimen, Psychotropie und Heliotherapie nachgewiesen werden 1.

Dennoch gilt es, die Nachteile des Sonnenlichts nicht zu unterschätzen. Hautalterung, Hautkrebs, Immunsuppression sowie Sonnenbrände und andere Photodermatosen sind häufige Folgeschäden von Sonnenexposition. Umso wichtiger ist es, präventiv zu agieren und bereits im jungen Alter einen adäquaten Sonnenschutz zu betreiben. „Hierbei ist die Kontinuität und ein für das Alter sowie den Hauttyp geeignetes Sonnenschutzmittel erforderlich“, so Prof. Jorge Frank, Göttingen.

Photodiagnostik und zukünftige Herausforderungen

Die Photodiagnostik ist mittlerweile essenziell, um Hautveränderungen schneller zu erkennen. Neumann erklärt: „Durch die Fluoreszenz-Kontrolle mit einer Woodlicht-Lampe, können wir zwischen Haut und Tumor präziser unterscheiden, um nur ein Beispiel zu nennen“ 1.

Doch steht die Photodermatologie auch zukünftig noch vor einigen Herausforderungen. „Es sollten international verbindliche photodermatologische Standards entwickelt werden“, mahnt Neumann. Auch müsse der personalisierten Medizin künftig mehr Bedeutung beigemessen werden: „Sich bei der Bestimmung des Hautkrebsrisikos einzig auf den Hauttypen zu begrenzen, ist in keiner Weise ausreichend“, warnt er 1.

Impulse durch Posterausstellung!

Aktuelle Studienergebnisse zeigen u. a., welchen Effekt UV- Strahlen auf das Mikrobiom haben können 2 und wie ein geeigneter Sonnenschutz die Lebensqualität von Vitiligo-Patienten verbessern kann 3. Eine Untersuchung von Seité S et al. ergab, dass eine für Patienten mit Pigmentstörung angepasste Sonnencreme und eine umfangreichere Patientenaufklärung dazu beiträgt, um die Sonnenexposition und das Protektionsverhalten der Betroffenen zu verbessern 3. Es konnte festgestellt werden, dass hierdurch eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden kann 3. Die speziell für die Patienten angepasste, getönte Sonnencreme mit einem sehr hohen UVA- und UVB-Schutz konnte den dermatokosmetischen Bedürfnissen der Betroffenen nachkommen 3.

Dass Prävention und ein geeigneter Sonnenschutz essenziell sind, zeigen auch zwei Studien von Moyal D et al. 2,4. Durch UV-Strahlung kann sowohl eine Veränderung der Bakteriendiversität als auch eine damit zusammenhängende lokale Immunsuppression auftreten 2. In einer weiteren Studie zeigte Moyal et al., dass eine neue, besonders protektive Sonnencreme mit sehr hohem UVA- und UVB-Schutz und einem Aktivstoff (Neurosensine 5) vor klinischen und subjektiven Symptomen der polymorphen Lichtdermatose schützen kann 4. 100% der Probanden hatten keine klinischen Symptome und 88%, die vorher unter Pruritus sowie Brennen litten, waren frei von Symptomen.

diagram 1
Abbildung: Vier der fünf Betroffenen litten sowohl an einem Pruritus als auch an einem brennenden Gefühl [4].

Sie sind Mediziner und haben Interesse an den aktuellen Studien? Bitte wenden Sie sich per E-Mail an unsere Leitung Med.-Wiss. Dr. Irene Rosengarten unter [email protected]

  1. Photodermatologie Symposium IX, 26.01.2019, Rostock
  2. Moyal D et al. The Response Of Human Skin Microbiota To UV Radiation. Paris, France. European Academy of Dermatology and Venereology Congress 2018.
  3. Seite S et al. How to improve sun protection behavior in patients suffering from vitiligo. Paris, France. European Academy of Dermatology and Venereology Congress 2018.
  4. Moyal D et al. Prevention of polymorphous light eruption by a new highly protective sunscreen. Paris, France. European Academy of Dermatology and Venereology Congress 2018.
  5. Linter K. et al. Biologically Active Peptides: From a Laboratory Bench Curiosity to a Functional Skin Care Product. Int J Cosmet Sci. 2000 Jun;22(3):207-18.

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